Im Jahr 2000 - 10 Jahre Stockschützen Untermeitingen

v.l.: Helmut Meier, Abteilungsleiter; Rudolf Sturm, Gründungsmitglied GM; Josef Leinauer, Kreisgerichtsvorsitzender; Werner Mayr GM; Georg Klaußner 1. Bürgermeister; Winfried Hochheimer GM; Manfred Porada GM; Hans-Jürgen Hainke GM; Hans Kränzle GM; Herbert Riess GM und 1.Vorsitzender des SVU; Manfred Wuzik GM; Hermann Tönnesen GM; Thomas Riggert GM; Emil Tengler GM; Michael Riess GM.




Zum Anlass des 10jährigen Jubiläums der Stockschützen schrieb der 1. Vorsitzender, Helmut Meier, eine Rede. Hier nun ein Auszug aus dieser Rede aus dem Jahr 2000:

"......... Auch in Untermeitingen blieb die Zeit nicht stehen uns so ergab es sich, dass gegen Ende des letzten Jahrhunderts, genau gesagt, im Jahr 1989 n. Chr., ein einsamer Wanderprediger aus dem Norden bei Nacht und Nebel über das Kloster im Lechfeld durch die ehemaligen Schlachtfelder plötzlich in Untermeitingen auftauchte. Er scharte so nach und nach seine Jünger um sich und verkündete das Evangelium des Stockschießsports. Sie haben alle an ihn geglaubt und sie beteten mit ihm zum lieben Gott und hofften, dass sie Land für ihr Vorhaben bekommen. Der Stadthalter von Untermeitingen und seine Räte hatten ein Einsehen, denn sie dachten es ist bestimmt besser, die tatendurstigen Bürger in einer Gemeinschaft beisammen zu haben, als dass sie auf der Straße oder in den Kneipen herum hängen. Und so kam es, dass sie mit Papyrus-Rollen, heute würde man Unterschriftenlisten sagen, von Hütte zu Hütte gingen, um die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zu erhalten. Als Dank für das Entgegenkommen wird alljährlich die Dorfmeisterschaft, an der alle Bürgerinnen und Bürger teilnehmen dürfen, durchgeführt.

Bereits im Jahre 1990 am 13. Juli, einem Freitag, war es soweit, das der Messias hoch erhobenen Hauptes heim kam und mit seinen 26 Jüngeren die Gründungsversammlung mit der Wahl des 1. Oberhirten feierte. Die folgenden Monate waren dann voll von Terminen und vor allem z.T. schwerer Arbeit. Es ist wunderbar zu hören, dass alle Mitglieder, wie eine Einheit, an der Idee, eine eigenen Stockbahn zu schaffen, festhielten. Dieser Zusammenhalt, dieser Einsatz jedes Einzelnen ist das, was einen gut funktionierenden Verein ausmacht. Es fasziniert mich immer wieder wie Krisen- oder Notsituationen, Gemeinschaftsvorhaben, bei denen man sich einig ist, die Menschen zusammenschweißt. .... Dass die Anlage ab Juni 1991 bereits bespielbar war, verdient hohe Anerkennung, Respekt und Dank an alle Beteiligten. Bestimmt hat es auch hin und wieder Probleme und Differenzen gegeben. Aber das gehört einfach dazu. ...

......... Es wurde einige Jahre ein mal im Jahr eine >>Durchnacht<< veranstaltet, die dann langsam wieder aufgegeben wurde, weil einige Spätheimkehrer am nächsten Tag nicht rechtzeitig zum Mittagessen heimkamen und deshalb im nächsten Jahr keinen >>Urlaubsschein<< mehr erhalten haben. Vielleicht aber war das auch ein Grund für die Überlegung einen >>Unterstand<< evtl. mit Stockbetten zu bauen. Auf alle Fälle ließ unsere tatendurstigen Mitglieder dieser Gedanke nicht mehr los. Und siehe da, fast alle waren sich einig und schon wieder ging es los mit Feierabend- und Wochenendarbeit ohne Ende. Aus dem Vorhaben >>Unterstand<< wurde allerdings ein respektables Vereinsheim. ... Wenn man bedenkt, dass alles in Eigenleistung geschaffen wurde, kann man richtig stolz sein auf das, was in den ersten Jahren von den Mitgliedern geschaffen wurde. Es ist eine der schönsten Anlagen im weiten Umkreis."

Neben einem Herren- und DUO-Turnier, ist das einzige nennenswerte Turnier, das auf unserer Anlage ausgetragen wird, nach wie vor die "Dorfmeisterschaft". Das ist für unsere Abteilung das Fest der Superlative. Hier beteiligen sich Firmen, Organisationen, Vereine, Hausfrauen und viele zusammengewürfelte Interessengruppen und alle haben einen Riesenspaß.

Text/Bild Helmut Meier